Märkte / Makro

«Die Anreize müssen richtig gesetzt werden»

Markus Brunnermeier, Ökonom an der Princeton-Universität, über die schwierige Aufgabe, Euroland auf ein krisenfestes institutionelles Fundament zu stellen.

Europas mühsamer Aufbau einer krisensicheren Finanzarchitektur liefert zwar erste Resultate. So hat der  Kurssturz an den Börsen die europäischen Staatsanleihenmärkte nicht zu erschüttern vermocht. Aber der politische Reformwille ist erlahmt. Bei Fragen wie der Fiskalunion und einer europaweiten Einlagensicherung geht nichts mehr. Der deutsche Wirtschaftsprofessor Markus Brunnermeier macht dafür einen nationalen Scheuklappenblick verantwortlich. Er plädiert für eine ehrlichere und sachorientierte Debatte. «Finanz und Wirtschaft» traf ihn am Rande einer Veranstaltung des Ifo-Instituts in München.

Professor Brunnermeier, die Eurokrise ist überstanden, aber der Ausbau einer stabileren Union steckt fest. Wie lässt sich dieses Problem überwinden?
Solange man im eigenen Denkschema verharrt und die Denkweise der anderen Seite ignoriert, kommt man nicht weiter. Es ist notwendig, diese Hürde zu überwinden und nach Kompromissen zu suchen, die unterschiedliche wirtschaftliche Philosophien überbrücken.

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