Märkte / Kunstmarkt

Die Art Basel wird europäischer

Mit der Art Basel fährt die globale Kunstwelt langsam wieder in den Normalzustand hoch. Die Messe ist langsamer geworden, die Besucher aus Übersee sind deutlich weniger.

Am Dienstag ist die Art Basel gestartet und hat damit auch die grossen internationalen Kunstmessen wieder eingeläutet. «Es ist eine richtungsweisende Show. Es ist der Beginn der Kunstwelt, die wieder zusammenfindet», sagt Art-Basel-Chef Marc Spiegler. Die Messe war ursprünglich für Juni geplant und musste zuvor pandemiebedingt mehr als zwei Jahre aussetzen. Jeder, der die Basler Messehallen betreten will, muss diese Woche ein 3G-Zertifikat oder einen negativen Coronatest vorweisen. Von Freitag bis Sonntag sind die 272 Galeriestände aus 33 Ländern auch für die Öffentlichkeit zugänglich – viele der gefragtesten Kunstwerke werden dann aber wohl schon verkauft sein.

Gäste aus Asien, den USA fehlen

Obwohl die Messe als hybrid gilt und auch Online Viewing Rooms verfügbar sind, ist die Kauflaune vor Ort trotz Maskenpflicht ungebrochen: In den Messekorridoren wurde es am Dienstag, dem traditionell handelsstärksten Tag, teilweise eng. Dass Malerei als krisensicherer Hafen gilt, ist kein Klischee: Videoarbeiten, neue Medien oder umfangreiche Installationen waren eher sparsam gesät. Die Messe ist zudem unfreiwillig ein ganzes Stück europäischer geworden, denn die Gäste aus Übersee waren aufgrund der coronabedingten Ein- und Ausreisebeschränkungen rar. «Die Amerikaner und die Asiaten fehlen, es sind fast nur europäische Sammler hier», sagt Galerist Thaddäus Ropac im Gespräch mit FuW. Fünf Galerien aus Asien werden zudem als Satellitenstände geführt, da die Galeristen die Reise nach Basel nicht persönlich antreten konnten – die Kunstwerke sind aber dennoch vor Ort. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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