Märkte / Aktien

Die Auswahl von Value-Titeln bleibt umstritten

Ein Grund für die schlechte Performance von günstigen Aktien könnte sein, dass der Buchwert immer weniger Aussagekraft besitzt.

Wie viel ist ein Unternehmen für einen ­Aktionär wert? Bei der Bewertung mit dem Kurs-Buch-Verhältnis (KBV) wird das bilanzierte Eigenkapital herangezogen. Doch das steht in der Kritik: Die immateriellen Vermögenswerte werden oft nur ungenügend abgebildet – und sie haben immer mehr Gewicht in der Wirtschaft. Anhand des KBV erscheinen statt Softwarefirmen immer noch Industrietitel mit viel Kapitaleinsatz besonders attraktiv.

Ein Ausweg: Bewertungskriterien ändern. Statt des Buchwerts kann der Cashflow als wichtigste Grösse verwendet werden. Tatsächlich zeigt eine Auswertung für US-Aktien, dass die Auswahl gemäss KBV keine gute Performance erreicht. Besonders gut ist der Unternehmenswert (Enterprise Value, EV) im Verhältnis zur Gewinngrösse Ebitda (Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisation). Beim EV wird der Marktwert von Eigen- und Fremdkapital berücksichtigt.

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