Unternehmen / Finanz

Die Banken müssen den Datenschatz heben

An der Fintech-Konferenz von «Finanz und Wirtschaft» wurde klar: Die heimischen Finanzhäuser dürfen international den Anschluss nicht verpassen.

Valentin Ade

Das Bild des Mannes wird überlebensgross aus Hongkong direkt an die Wand im Konferenzsaal des Gottlieb-Duttweiler-Instituts projiziert. Was Jonathan Larsen, Innovationschef der chinesischen Ping An Group an der FuW-Fintech-Konferenz vergangenen Montag erzählt, ist beeindruckend und auch ein bisschen furchteinflössend. 

In wenigen Jahren ist der riesige Mischkonzern zum grössten Versicherer der Welt gewachsen mit einer Börsenkapitalisierung von über 190 Mrd. $. Larsen investiert grosse Summen in neue Ideen der Finanztechnologie, kauft Anbieter dazu, baut intern Kompetenzen auf. 

Durch Partner zum Erfolg

Inspiration holt sich Larsen bei Tech-Giganten wie Uber, Google, Facebook und Amazon. Das bestehende Geschäft werde «neu definiert» und «radikal automatisieren». Daten sind dabei der neue Wert schlechthin. Laut Larsen befinden wir uns in einer zweiten Fintech-Welle, in der es darum gehe, Kundendaten besser zu analysieren, daraus mehr Nutzen für die Kunden zu generieren und so am Ende mehr Geld zu verdienen. Ein Beispiel dafür ist eine Ping-An-App, die in Windeseile und komplett über das Smartphone Versicherungen bei Autoschäden reguliert. Bald wird sie in Europa in Partnerschaft mit der deutschen Fintech-Schmiede Finleap auf den Markt kommen.  Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?