Nichts gegen eine Prise Nationalstolz – besonders wenn er sich auf eine einwandfreie, rundum anerkannte Leistung bezieht. Die beiden technischen Hochschulen der Eidgenossenschaft, die ETH Zürich und die EPFL in Lausanne, rangieren konstant unter den besten Universitäten der Welt. Im diesjährigen QS World University Ranking (es wird seit 2004 erhoben und gilt als einflussreich) belegt die ETH Platz 7, die EPFL Platz 22. Die ETH ist unter den Top Ten die einzige kontinentaleuropäische Universität, in einem sonst rein amerikanischen und britischen Konkurrenzumfeld. Auch unter den Top 25 dominieren US- und britische Institute. Doch auch die akademische Welt wird bunter. Die National University of Singapore (11) und die ebenfalls im Stadtstaat ansässige Nanyang Technological University (12) fanden sich vor sechs Jahren erst auf den Rängen 25 und 47; die chinesische Tsinghua University (17) war damals noch auf Platz 48. Nach den beiden Schweizer Paradepferden ist die nächste kontinentaleuropäische Uni erst auf Platz 50, nämlich Paris Sciences & Lettres. Naturgemäss sind derartige Qualitätsmessungen ein Stück weit, eben, Ermessenssache, jedenfalls keine lupenrein exakte Wissenschaft. Die Universitäten werden auf der Basis von acht Indikatoren eingestuft. Schwerpunkte der Bewertung sind neben der Forschung etwa auch die Publikationen und die Nobelpreise.