Märkte / Aktien

Die Börse hilft der SNB

Der Franken schwächelt, wenn Anleger defensive Aktien und Gold meiden und auf einen Aufschwung setzen. Die Reflation an den Märkten bringt der Nationalbank eine Ruhepause.

Die Schweizerische Nationalbank habe die Schwäche des Frankens sicherlich begrüsst, schreibt das Londoner Analysehaus Capital Economics vergangene Woche. Die Kursbewegung sei allerdings nicht das Verdienst der Geldpolitik, sondern ein Symptom des Reflation Trade an den globalen Finanzmärkten – verursacht durch den Wirtschaftsaufschwung und die Erwartung steigender Inflation.

Der Franken sei jeweils schwächer geworden, wenn an der Börse eine Rotation von Momentum- zu Value-Aktien stattgefunden habe, erklären die Ökonomen. Der Wechselkurs zum Euro ist von 1.08 Fr./€ Mitte Februar auf 1.11 Anfang März gesprungen und notierte am Dienstag bei 1.1062 Fr./€.

Schweizer Aktien und der Franken sind weniger gefragt

Der einzige Markt in der Schweiz, der für grosse ausländische Investoren interessant sei, sei der Aktienmarkt, schreibt Thomas Stucki in einem Kommentar von Mitte März, er ist Anlagechef der St. Galler Kantonalbank und war dies früher bei der SNB. Die hiesige Börse sei jedoch mit den Schwergewichten in den Sektoren Pharma und Nahrungsmittel im Vergleich zu anderen Märkten konservativ ausgerichtet, und das «ist momentan nicht gefragt». Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?