Unternehmen

Die Chefs wollen ein bisschen mitleiden

Corona-Krise und Kurzarbeit bewegen Topmanager, bei der Vergütung etwas kürzer zu treten. Sie können es sich leisten, solidarisch zu sein.

Gemäss den jüngsten Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft haben wegen der Coronakrise 1,45 Mio. Menschen oder 30% aller Schweizer Erwerbstätigen Kurzarbeit angemeldet. Darunter auch Mitarbeiter von Konzernen wie Adecco, ­Sonova oder Swatch Group. Kurzarbeit ­bedeutet für die Betroffenen meist eine Lohneinbusse, im Gegenzug soll ihr Arbeitsplatz erhalten bleiben.

Führungskräfte betrifft die Kurzarbeit seltener, das Topmanagement eigentlich nie. Dennoch stehen auch die obersten Chefs unter Druck, einen Beitrag zu ­leisten. Immer mehr scheinen bereit, ­dafür auf einen Teil ihres Lohns zu verzichten. Am Montag kündigte etwa der Blocher-Konzern EMS-Chemie an, dass Verwaltungsrat und Geschäftsleitung «freiwillig» und «aus Solidarität» auf 15% der Honorare und Fixsaläre verzichten würden. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?