Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Dividenden
Unternehmen / Schweiz

Die Dividende ist kein Versprechen

Wegen der Covid-19-Krise kürzen oder streichen Unternehmen die Ausschüttungen. Aktionäre haben kaum Mittel, sich dagegen zu wehren.

Was passiert mit der Dividende, wenn das Geld knapp wird? Die Antworten sind vielfältig, und kotierte Schweizer Gesellschaften gehen unterschiedlich mit dieser ungemütlichen Situation um. Während die meisten ­Blue-Chip-Konzerne aus dem SMI ihre Dividenden unverändert lassen, haben ­etliche kleinere und mittlere Unternehmen ­angekündigt, die Ausschüttungen zu ­kürzen oder ganz zu streichen. Besonders bei den kleineren sind ausreichende Geldpolster lebensnotwendig, um das Geschäft auch in der Krise am Laufen zu halten.

In normalen Zeiten sind die Divi­dendenanträge des Verwaltungsrats an die Generalversammlung (GV) reine Formsache. In Krisenzeiten wird die Ausschüttung zum Zankapfel der Interessengruppen: Aktionäre, Mitarbeiter, auch Politiker, die daraus Kapital schlagen wollen. Anlass zur Kontroverse geben Grossunternehmen wie ABB, Adecco oder TX Group, die die «Finanz und Wirtschaft» herausgibt. Sie beanspruchen einerseits staatliche Hilfe in Form von Kurzarbeit, andererseits fliesst Geld in Form von Dividenden an die Eigentümer ab.

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