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Die doppelte Yamaha

Sie teilen sich die Geschichte, den Namen und das Logo, gehen aber seit geraumer Zeit getrennte Wege. Beide haben unter Corona gelitten und sind optimistisch für die Zukunft.

Was haben der Konzertflügel CFX und das Motorrad XSR ausser einem Kürzel mit drei Buchstaben gemeinsam? Nicht viel, aber immerhin geben beide Töne von sich, und auf beiden prangt das gleiche, Wohlklang versprechende Logo: drei gekreuzte Stimmgabeln.

Die Rede ist von Yamaha. Je nach persönlicher Disposition erscheinen vor dem inneren Auge bei Nennung des Namens entweder Musikinstrumente oder Motorräder, bei Freunden des Wassersports vielleicht auch Aussenbordmotoren. Wie gleicher Name und gleiches Logo vermuten lassen, haben die so unterschiedlichen Produkte eine gemeinsame Vergangenheit. Heute agieren zwei unabhängige Konzerne unter gleichem Namen, wobei die ehemalige Tochter ihrer Mutter über den Kopf gewachsen ist.

Ein kaputtes Harmonium

Die Geschichte begann 1887 mit Torakusu Yamaha aus dem japanischen Wakayama, südlich von Osaka. Der Uhrmacher reparierte auch medizinische Geräte, unter anderem im Krankenhaus der Stadt Hamamatsu, wo ihn eine örtliche Grundschule im besagten Jahr um Hilfe bat. Das Harmonium der Schule war kaputt. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?