Unternehmen / Schweiz

Sieg der Einheitsaktie

Sika gibt sich endlich eine zeitgemässe Kapitalstruktur. Andere wollen noch nichts davon wissen.

Sika führt die Einheitsaktie ein. Damit schlägt der Baustoffkonzern ein neues Kapitel in seiner bewegten Unternehmensgeschichte auf. Mit der Umsetzung des Grundsatzes «One Share, One Vote – eine Aktie, eine Stimme» und der Streichung der Vinkulierungs- und der Opting-out-Klauseln kommt auch Sika aus Sicht zeitgemässer Corporate Governance im Mainstream an. Der jahrelange Aktionärsstreit mit der Eigentümerfamilie ist damit endgültig beigelegt. So lässt sich die verbreitete Wahrnehmung am Finanzmarkt beschreiben.

Doch der Blick auf das Schweizer Börsentableau offenbart ein anderes Bild. Noch immer führen zahlreiche kotierte Gesellschaften duale Aktienstrukturen. Rund ein Zehntel der 230 Wertpapiere im Universum des Swiss Performance Index sind Titel mit Vorzugsrechten: Namenaktien, Inhaberaktien, Genuss- oder Partizipationsscheine. Darunter befinden sich auch überaus populäre Valoren wie die des Pharmariesen Roche, des Liftbauers Schindler, des Schoggiproduzenten Lindt & Sprüngli oder des Uhrenhauses Swatch Group.

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