Märkte / Makro

Entschlossenheit der Notenbanken sorgt für Unsicherheit

EZB-Chef Mario Draghi will die expansive Geldpolitik trotz niedriger Inflation beenden. An den Bondmärkten führt das zu Turbulenzen.

Nun also doch: Das nahende Ende der ultralockeren Geldpolitik stiftet Unruhe an den globalen Obligationenmärkten. Innerhalb weniger Tage sind die Renditen von Staatsanleihen kräftig gestiegen und  die Bondpreise gesunken. Neu sind die Pläne der mächtigsten Zentralbanken nicht – seit Monaten bereiten die US-Notenbank (Fed) und die Europäische Zentralbank (EZB) die Finanzmärkte auf das Ende der unkonventionellen geldpolitischen Ära vor. Dennoch hat die Rede von EZB-Chef Mario Draghi in Sintra, Portugal, vor zwei Wochen einen rasanten Anstieg der Zinsen ausgelöst.

Die Entwicklung weckt Erinnerungen an 2013, als Aussagen des damaligen Fed-Chefs Ben Bernanke für eine Korrektur an  den Bondmärkten sorgten. Die Episode ging als Taper Tantrum in die Geschichte ein. Das europäische Mini Taper Tantrum, das sich derzeit abspielt, ist möglicherweise aber kurzlebig.

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