Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Historische Währungsunionen
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Die erfolgreichste aller Währungsunionen

Die Kooperation zwischen Schweden, Dänemark und Norwegen gilt als beispielhaft. Aber auch sie war zeitlich begrenzt.

Nordeuropas Verhältnis zum Euro war schon immer zwiespältig. Die nordischen Länder wählten bereits im 19. Jahrhundert einen eigenen Weg, als sich Europa währungspolitisch zu einigen versuchte. Auch als 1999 die Europäische Währungsunion in Kraft trat, suchte man den Sonderweg. Oder besser: vier Sonderwege.

Heute ist nur Finnland von Beginn an Mitglied und hat die nationale Währung durch den Euro ersetzt. Norwegen ist nicht in der Europäischen Union und kann deshalb den Euro nicht übernehmen. EU-Mitglied Dänemark handelte sich eine Opting-out-Klausel aus, die es erlaubt, nicht am Euro teilzunehmen. Die Dänische Notenbank folgt der Gemeinschaftswährung im Rahmen des sogenannten Wechselkursmechanismus ERM II auf Schritt und Tritt. Auch Schweden ist EU-Mitglied, hat jedoch bisher die Frage einer Euroübernahme geschickt umgangen, weil es nie offiziell dem ERM II beigetreten ist. Eine bindende Voraussetzung für eine allfällige Euromitgliedschaft ist damit nicht erfüllt.

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