Märkte / Makro

Die Euro-Währungshüter dürften ihre Nothilfen ausweiten

Die EZB wird wohl am Donnerstag die Summe für den Anleihenkauf im Notprogramm aufstocken. Die Inflation sinkt, das Kreditwachstum verstärkt sich.

Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte kommende Woche ihr Notprogramm zum Anleihenaufkauf ausweiten. Nach ­entsprechenden Äusserungen einiger Mitglieder des EZB-Rats gehen viele Beobachter davon aus, dass die Notenbank ihr Pandemie Emergency Purchase Programme (PEPP) um 500 Mrd. € auf 1250 Mrd. € aufstockt. Das Ablaufdatum könnte vorerst von Ende 2020 weit in das Jahr 2021 hinein verschoben werden.

Hintergrund ist, dass die Währungs­hüter gegenwärtig mit einem rasanten Tempo von 5 bis 6 Mrd. € pro Handelstag Wertpapiere aufkaufen. Anfang Juli dürfte damit bereits die Hälfte Summe von 750 Mrd. € aufgebraucht sein: Ende vergan­gener Woche waren es bereits 212 Mrd. €, ein Zuwachs von 30 Mrd. € pro Woche. Das Kaufprogramm hilft dabei, den Zinsaufschlag von Staatsanleihen im Euroraum stabil zu halten.

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