Märkte / Makro

Die EZB hat ein Problem

Die Europäische Zentralbank vermeldet Neues zur laufenden Revision ihrer geldpolitischen Strategie.

Auch im September hat sich die Inflation im Euroraum nicht erholt. Die Konsumentenpreise sind zum Vorjahr 0,3% gefallen (August: –0,2%). Die Kernrate ohne besonders schwankungsanfällige Komponenten hat sich von 0,4 auf 0,2% abgeschwächt, den niedrigsten Stand seit der Einführung des Euros. Natürlich spielt Corona eine Rolle, aber nicht nur.

Zu wenig Inflation ist so schädlich wie zu viel. Sie spiegelt eine Realität, in der Gewinne und Einkommen kaum noch steigen. Vor allem aber führt sie der Europäischen Zentralbank (EZB) vor Augen, dass sie ihren gesetzlichen Auftrag verfehlt hat. Sie muss für Preisstabilität sorgen, was sie als eine Inflationsrate von «nahe, aber unter 2%» definiert. Seit rund zehn Jahren gelingt ihr das immer seltener. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?