Märkte / Makro

Die EZB ringt um eine grüne Geldpolitik

Konkrete geldpolitische Entscheidungen dürften erst im Dezember anstehen. Wichtige Währungshüterinnen wollen verstärkt gegen den Klimawandel kämpfen.

Die Euro-Währungshüter finden selbst in den Wochen der zweiten Pandemiewelle Zeit, über die strategische Neuausrichtung der Europäischen Zentralbank (EZB) zu diskutieren. Dabei streiten sie nicht nur über das Inflationsziel, sondern auch darüber, wie weit die EZB die EU im Kampf gegen den Klimawandel unterstützen soll. Die aktuelle Geldpolitik hingegen wird wohl auf der Sitzung des EZB-Rats am nächsten Donnerstag etwas in den Hintergrund treten.

Mehrere Ratsmitglieder haben zuletzt signalisiert, dass sie erst im Dezember über weitere Schritte entscheiden wollen. Dann liegen auch die neuesten hauseigenen Projektionen zu Wachstum und Inflation vor. Die Notenbanker könnten zum Beispiel den Anleihenkauf ihres Pandemie-Notprogramms ausweiten: Es beläuft sich bis Mitte 2021 auf eine Höchstsumme von 1350 Mrd. €, von denen die EZB bereits 600 Mrd. € ausgegeben hat. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?