Märkte / Makro

Die EZB sucht den goldenen Mittelweg

EZB-Chef Mario Draghi hat für Unruhe an den Finanzmärkten gesorgt. Er dürfte den Zinsentscheid am Donnerstag nutzen, um seine Aussagen zu entschärfen.

Mario Draghi vermag mit wenigen Worten die globalen Finanzmärkte zu bewegen. Erst vor drei Wochen versetzte der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) mit einer Rede den Bondmarkt in Aufruhr.

Gespannt warten Anleger nun auf den EZB-Zinsentscheid am kommenden Donnerstag. Eine Änderung der Leitzinsen wird nicht erwartet, doch nach der Sitzung wird sich Draghi den Fragen der Presse stellen. Er hatte zuletzt bekräftigt, dass die EZB den Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik vorantreiben wird.

Investoren werden Draghis Aussagen daher genau auf weitere Hinweise zum Tempo der geldpolitischen Normalisierung abklopfen. Im Fokus stehen zudem die Pläne zur Reduktion der Anleihenkäufe (Tapering). Höchstwahrscheinlich wird der EZB-Präsident allerdings erst im September Einzelheiten zum Tapering ­bekannt geben.

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