Märkte / Makro

Die Falken gehen in Deckung

Die meisten Notenbanken wagen keine drastische Zinswende. Die Bank of England verschiebt die erste Erhöhung. Tschechien und Ungarn sind die Ausnahme.

Angesichts der hohen Inflationsraten scheint die lange Phase ultraniedriger Zinsen endgültig vorbei zu sein. Für diese Hypothese stellte die abgelaufene Woche eine Art Lackmustest dar. Mehrere Notenbanken berieten über ihren geldpolitischen Kurs. Wer auf ein klares Signal in Richtung Zinswende gesetzt hatte, wurde indes enttäuscht.

In den USA entschied sich das Federal Reserve für die Minimalforderung. Es wird die Anleihenkäufe (QE), die bis anhin 120 Mrd. $ pro Monat ausmachen, künftig jeden Monat um 15 Mrd. $ reduzieren. Mitte nächsten Jahres dürfte das QE damit beendet sein. Das hatten die Märkte auch so vorhergesagt. Die erste Leitzinserhöhung komme erst im Anschluss, bestätigte das Fed. Die Furcht vor einer verfrühten oder einer stärkeren Straffung der geldpolitischen Zügel als erwartet verjagte das Fed am Mittwoch. Die Börsen feierten den Beschluss mit neuen Rekordnotierungen.

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