Märkte / Makro

Die Fed-Bilanz schrumpft wieder

Die Normalisierung an den Märkten hat zur Folge, dass die Notmassnahmen der US-Zentralbank weniger nachgefragt werden.

Notenbanken sind als Erste zu Hilfe geeilt, als die Coronapandemie ausbrach. Seit Monaten halten sie die Wirtschaft am Laufen, indem sie immer mehr Euro, Dollar, Yen usw. drucken und  ihre Bilanzen verlängern. Seit vergangener Woche ist das anders. Die Bilanz des US Federal Reserve System (Fed) ist zum ersten Mal seit Februar wieder geschrumpft. Gegenüber der Vorwoche nahm sie um 28 Mrd. auf 7,06 Bio. $ ab.

Notenbankbilanzen sind nicht nur etwas für Freunde des Controlling. Spätestens seit QE liefern sie auch Anlegern wichtige Informationen. Weitet sich die Bilanz aus, bedeutet das in der Regel, dass die Geldpolitik expansiver wird. Denn Notenbanken lockern «quantitativ»: Sie kaufen Wertschriften auf und bezahlen für sie mit frisch geschöpftem Geld, oder sie vergeben Geldkredite an Banken gegen Hinterlegung von Sicherheiten. All das führt dazu, dass sich ihre Bilanzen verlängern. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?