Märkte / Makro

«Die Firmen kehren nach Japan zurück»

Jesper Koll, Senior Advisor, WisdomTree Asset Management, spricht im Interview mit FuW über die Wachstumsaussichten Japans.

Herr Koll, das BIP-Wachstum hat in diesem Jahr positiv überrascht. Wie ist die Qualität des Wachstums einzuschätzen?
Natürlich besteht weiterhin Besorgnis um den Einfluss des Handelskonflikts zwischen China und den USA und somit um das Exportwachstum Japans. Aber die Binnenwirtschaft ist erstaunlich stark. Die japanischen Unternehmen betreiben «Onshoring»: Sie kehren zurück und bauen neue Industriekapazitäten auf. Die Lohninflation stagnierte lange in Japan und förderte die Attraktivität der heimischen Produktion. Die Gewinnmargen der Firmen vor Ort sind höher als derjenigen in der Fremdproduktion. Nissan beispielsweise verlässt aufgrund des Brexits Grossbritannien und baut Produktionsanlagen in Japan. Somit wird ein Grossteil des Wachstums von den Unternehmensinvestitionen getragen.

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