Märkte / Rohstoffe

Die Folgen des billigen Erdöls

US-Schieferölförderer und die schwächsten Opec-Länder steuern auf eine Krise zu. Der positive Konsumeffekt wird derzeit überschattet.

Der Ölmarkt leidet derzeit gleich doppelt. Wegen der Coronakrise bricht die Nachfrage nach Treibstoff und anderen Erdölprodukten ein. Gleichzeitig fluten die grossen Produzentenländer Russland und Saudi-Arabien den Markt, seit sie sich vor rund zwei ­Wochen nicht auf neue Förderkürzungen einigen konnten.

Das Resultat dieses Angebotsüberhangs ist ein Kollaps der Rohölpreise. ­Weder die weltweite Lockerung der Geldpolitik, die angekündigten Konjunktur­pakete noch die Reservekäufe der US-­Regierung vermochten den Druck auf die Rohölnotierungen zu mindern.

Diese Woche ist der Brent-Rohölpreis unter 25 $ gefallen, das tiefste Niveau seit 2003. Erst die Berichte, wonach die USA diplomatische Schritte zur Stabilisierung des Ölpreises prüfen und Russland zu neuen Gesprächen mit Saudi-Arabien bereit sein könnte, haben eine Erholung auf 30 $ herbeigeführt.

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