Der Devisenmarkt – Forex, FX, von «Foreign Exchange» – ist der weltweit grösste Finanzmarkt, und naturgemäss hoch ­liquide: Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich BIZ veranschlagt den täglichen Umsatz im April 2019 (auf diese Erhebungen beziehen sich die Angaben in der Grafik) mit 6,6 Bio. $; im April 2016 waren es noch 5,1 Bio. $ am Tag. Zentrale Forex-Börsen gibt es nicht; gehandelt wird direkt zwischen Käufer und Verkäufer, d. h. alle Geschäfte werden Over the Counter (OTC) abgewickelt, rund um die Uhr und uneingeschränkt via Kassageschäfte, Forwards, Swaps, Optionen etc. Mit einem Anteil von rund 43% finden deutlich am meisten Forex-Transaktionen im Vereinigten Königreich statt, sprich in der Londoner City, schon erheblich weniger in den USA. Der Finanzplatz Schweiz ist mit einem Anteil von 3,3% immerhin der wichtigste in Kontinentaleuropa. Das bedeutendste gehandelte Währungspaar ist US-Dollar gegen Euro, vor Dollar-Yen und Dollar-Pfund; Deals in Dollar-Franken stehen für etwa 3,6% des Volumens. Privatanleger machen nur einen marginalen Teil an diesem Markt aus. Die wichtigsten Marktteilnehmer sind Noten- und Geschäftsbanken, Hedge Funds und Money Manager, zudem global tätige Unternehmen. Engagements dienen hauptsächlich der Absicherung gegen Fremdwährungs- und Zinsrisiken, der Spekulation auf Marktkurse oder der Portfoliodiversifikation.