Olga Feldmeier war fünfzehn Jahre alt, als ihre Familie fast alles verlor. «Alles, wofür meine Grossmutter ihr Leben lang gearbeitet hatte, war praktisch wertlos.» Was die heute Vierzigjährige Anfang der Neunzigerjahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in der ukrainischen Stadt Iwano-Frankiwsk erlebte, war eine der schlimmsten Hyperinflationen der Geschichte. «Vom Monatslohn meiner Mutter konnten wir gerade noch ein Stück Brot kaufen.»

Dieses traumatische Erlebnis hat ihr ein Misstrauen gegenüber staatlich kontrolliertem Geld eingeschärft. Nach Stationen in der Finanzbranche unter anderem bei UBS arbeitet Feldmeier heute in Zug an der ersten Schweizer Kryptobank. «Damals hatten wir keine Alternative. Wenn die Regierungen heute Unsinn mit ihrer Geldpolitik machen, haben wir Bitcoin», sagt die dynamische Frau im Brustton der Überzeugung.

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