Zum Thema: Ist Europa das nächste Japan?

Die Geschichte der Bank of Japan

Die japanische Notenbank hat eine lange Tradition, Liquidität zur Stabilisierung des Finanzsystems zu nutzen.

Die 1882 gegründete Bank of Japan (BoJ) befand sich lange Zeit unter striktem Einfluss der Regierung, Geldpolitik stand im Dienst der Machtträger in Tokio. Japans Zentralbank betrieb zum ersten Mal in der Nachkriegsdepression der Zwanzigerjahre eine sehr expansive Geldpolitik und wurde zum Lender of Last Resort – zum Liquiditätslieferanten für Banken, die einen Bank Run erlebten. Nach dem Erdbeben von 1923 ging die Bank dazu über, auch sogenannte Earth Quake Bills, Schuldverschreibungen von betroffenen Unternehmen, als Sicherheiten zu akzeptieren und dafür Geld auszuleihen. Die Folge davon waren überlebende Zombie-Banken, die auch ohne Erdbeben nicht überlebt hätten, jetzt aber auf diesem Umweg Liquidität fanden.

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