Die amerikanische Grenze zu Mexiko steht offen: für Bier. «South of the border» wird gebraut, was das Zeug hält. Mexiko ist der grösste Bierexporteur weltweit; 2019 erreichte der Erlös 4,2 Mrd. $. Ausfuhr heisst in diesem Fall USA, zu über 90%. Mexikos Brauszene wird beherrscht von den Giganten Grupo Modelo und Cervecería Cuauhtémoc Moctezuma, die den Weltkonzernen AB InBev (B) bzw. Heineken (HEIA 98.84 -0.61%) (NL) gehören. Der Grupo Modelo schadet es bislang kaum, dass – in unerbaulicherem Zusammenhang – fortwährend von «Corona» die Rede ist. Die kapitalmässigen Mutterländer der mexikanischen Grossbrauereien, die Niederlande und Belgien, liegen auf Rang zwei resp. drei und bringen es addiert auf etwa das Exportvolumen Mexikos. Diese drei Länder stehen kumuliert für wertmässig etwas mehr als die Hälfte des globalen Bierexports; die Top 15 hier für 86%. Auf Rang vier folgt, mit Rückstand, Deutschland. Der viertgrösste Braukonzern wiederum (nach einem chinesischen) ist Carlsberg (CARL B 1'158.50 -0.6%) aus Dänemark, dem Exportland Nummer zehn. Niederlande, Belgien, Dänemark – warum nicht auch die Schweiz? Hier wurden die grossen Brauereien im Kartell einst derart träge, dass Heineken und Carlsberg zugreifen konnten. Der Bierexport ab Schweiz ist nahe null, selbst das kleine Luxemburg schlägt uns bei weitem. Im trockenen Namibia übrigens wirkt das deutsche Brau-Erbe erfrischend nach.