Je rund 1,1 Milliarden Menschen sprechen Englisch oder Mandarin – ganz genau lässt sich das nicht eruieren. In einem wesentlichen Punkt unterscheidet sich die Verbreitung dieser beiden grössten Idiome: Im Englischen ist der Anteil der Muttersprachler wesentlich geringer. Nur schätzungsweise knapp 380 Mio. Menschen sind von Haus aus englisch­sprachig, fast zweimal so vielen ist Englisch jedoch als Zweitsprache geläufig. Mandarin dagegen wird zu über 80% als Muttersprache verwendet, die Verbreitung als Zweitsprache ist viel geringer als im Englischen. Gemessen allein an den Muttersprachlern ist Spanisch grösser als Englisch. Hindi wiederum ist die Lingua Franca Nordindiens (ähnlich wie Swahili in Ostafrika); weitere grosse Sprachen auf dem Subkontinent sind Bengali, Urdu und Marathi. Französisch weist, wie Englisch, einen hohen Anteil an Zweitsprachlern auf, und diese Verbreitung dürfte aufgrund der Bevölkerungsentwicklung besonders in Westafrika rasch massiv steigen. Für das Standardarabische ist der Anteil der Muttersprachler nicht exakt erhoben. Ein Unikat ist Japanisch – das fast ausschliesslich als Muttersprache gesprochen wird. Russisch bezeichnen gut 150 Mio. Menschen als Muttersprache, weiteren gut 100 Mio. als Zweitsprache, wohl vor allem in vormals sowjetischen Gebieten. Im Kreml neigt man zur Heilslehre, dass alle, die Russisch reden, Russen zu sein haben.