Märkte / Aktien

Die grosse Aufholjagd

Ein Jahr nach der Panik dreht sich an der Börse alles um das Thema Reflation und die Frage, wie lange die Rotation in zyklische Aktien noch weitergeht.

Der grösste Tagesverlust, der schnellste Absturz, aber auch der kürzeste Bärenmarkt aller Zeiten: An den Aktienmärkten hat das Coronavirus ebenfalls Geschichte geschrieben. Ein Jahr nach Angst und Panik herrscht an der Börse das pure Gegenteil: Euphorie, Risikofreude und Spekulationsfieber. Sorgen bereiten den Investoren einzig die noch höheren Bewertungen und die anziehenden Zinsen. Und damit auch die Frage, wie stark die heiss gelaufenen Wachstumsaktien darunter leiden werden.

Denn die Titel der IT-Konzerne – die Pandemiegewinner schlechthin – hatten sich am schnellsten vom Coronaschock erholt. Schon im Juni stand der technologielastige Nasdaq Composite Index auf einem neuen Rekordhoch.

Value und Zykliker holen auf

Schubweise erhielten auch zyklische Sektoren Auftrieb, als sich mit den Lockerungen der Eindämmungsmassnahmen eine kräftige Konjunkturerholung abzuzeichnen begann. Doch so richtig in Gang gekommen ist die Aufholjagd erst mit der Wahl von Joe Biden zum US-Präsidenten und dem Durchbruch bei der Covid-19-Impfung im November. Seither laufen Aktien aus zyklischen Sektoren, Value Stocks, Nebenwerte und Schwellenländertitel dem Nasdaq den Rang ab. Reflation Trade wird das Phänomen genannt. Gemeint sind Aktien, die vom Aufschwung, von einem schwächeren Dollar und mehr Inflation am stärksten profitieren. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?