Es ist eine Regel der technischen Analyse, dass grosse runde Zahlen eine Anziehungskraft auf die Marktteilnehmer ausüben. Eine solche stellt zweifelsohne die Marke von 10’000 Punkten dar. Nachdem sich der Dax aus dem Abwärtstrend befreien konnte und die kleine Bodenbildung abgeschlossen hatte, legte er zwar zu, scheiterte aber im Bereich der 10’000-Punkte-Marke. Hier beginnt auch das Gap, das sich Anfang März im Bereich zwischen 10’000 und 10’500 Punkten aufgebaut hatte.

Seit Mitte Februar fällt auf, dass im Abwärtstrend der Umsatz rasant angezogen hat, die Erholungsbewegung aber von einem rückläufigen Umsatz begleitet war. Entsprechend muss die aktuelle Anstiegsbewegung weiterhin als Erholung und nicht als Trendwende gesehen werden. Trotzdem besteht unverändert eine gute Chance darauf, dass im Bereich zwischen den jüngsten Tiefs und dem aktuell erreichten Niveau eine Bodenbildung stattfindet. Ungeachtet dieser technischen Einschätzung sind in den kommenden Wochen die Entwicklung der Coronakrise und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Wirtschaft der Dreh- und Angelpunkt für die weitere Kursentwicklung.

(Quelle der Grafik: FactSet Digital Solutions)


Zum Markttechniker: Christoph Geyer

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