Märkte / Aktien

Die Hassliebe zwischen Aktien und Bonds

Das Auseinanderlaufen von Aktienkursen und Anleihenrenditen wirft Fragen auf. Fakt ist: Das Zusammenspiel von Aktien und Bonds ist ein zentrales Element der Finanzmärkte, erweist sich aber alles andere als stabil.

Seit Anfang Jahr steigen die langfristigen Zinsen nicht mehr, die Aktienkurse aber klettern munter weiter und brechen Rekorde. Was  beunruhigt Anleiheninvestoren, das die Aktienmärkte kaltlässt? Diese Frage treibt Marktstrategen um. «Die unnachgiebige Hausse der Aktien überrascht», findet Pimco-Anlagechef Joachim Fels. «Ignorieren die Aktienmärkte die Botschaft der Anleihenmärkte?», fragt John Higgins vom Research-Haus Capital Economics.

Bis Ende Januar liefen die langfristigen Anleihenrenditen und die Aktienkurse Hand in Hand. Nach Trumps Wahlsieg freuten sich die Aktienmärkte über die Aussichten auf eine wachstumsstimulierende Fiskalpolitik. Das werde die Inflation anheizen und höhere Leitzinsen nach sich ziehen, fürchteten die Bondanleger. Die Marktzinsen zogen steil an, was sinkende Kurse bedeutet. Dann kam Mitte Dezember die Phase der Ernüchterung und des Zweifels an der «Reflation».

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