Märkte / Makro

«Die höhere Geldmenge führt zur Reflation»

Steve Ellis, Global CIO Fixed Income bei Fidelity International, erwartet einen anhaltend schwachen Dollar – was einen positiven Effekt auf die Schwellenländer hätte.

Herr Ellis, was erwarten Sie von der Fiskalpolitik unter einem Präsidenten Joe Biden?
Es scheint, dass Joe Biden es mit seinem Konjunkturprogramm ernst meint. Ein Zeichen dafür ist etwa die Nominierung von Janet Yellen als Finanzministerin: Yellen hat sich in ihrer Zeit als Vorsitzende der US-Notenbank gegen Ungleichheit starkgemacht und gefordert, die expansive Geldpolitik mit fiskalischen Stimulusmassnahmen zur Wiederbelebung der Wirtschaft zu kombinieren. Der tatsächliche Umfang des Fiskalpakets steht und fällt jedoch mit den Stichwahlen zum ­Senat. Sollten die Republikaner dort die Mehrheit erlangen, könnten sie einem starken Konjunkturpaket einen Riegel vorschieben. Noch kennen wir die genauen Zahlen nicht. Aber wenn Biden seine Pläne durchbringt, könnte der Stimulus etwa 2 Bio. $ betragen, was rund 9% des Bruttoinlandprodukts entspricht. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?