Märkte / Makro

Die Inflation ist nicht tot, sondern verzerrt

Der Frust der Zentralbanken über die sinkenden Preise nimmt zu und treibt Ökonomen an, nach neuen Konzepten im Umgang mit der Teuerung zu suchen.

Allmählich wird es unheimlich. Auch diese Woche, in der viele Länder ihre Inflationsraten veröffentlicht haben, deutet nichts auf ein Ende des Preisrückgangs hin. Einzig in China und in Neuseeland sind die Konsumentenpreise im September etwas über Erwarten gestiegen. Allerdings liegen die chinesischen Produzentenpreise 1,2% tiefer als im Vorjahr. Im Euroraum ist die Teuerung sogar erstmals seit 2016 unter 1% gerutscht.

Für die Notenbanken sind das schlechte Nachrichten –  besonders für die Europäische Zentralbank (EZB). Niemand, auch nicht der eigene Ökonomenstab, geht davon aus, dass sie ihr Inflationsziel von «knapp unter 2%» in absehbarer Zeit erreicht. Zudem wächst der Widerstand im Zentralbankrat gegen eine weitere Lockerung der Geldpolitik, die eigentlich die logische Antwort auf die abnehmenden Inflationserwartungen wäre. In dieser Pattsituation melden sich Experten zu Wort und schlagen einen alternativen Weg vor, wie mit der zu tiefen Inflation umzugehen sei.

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