Die Globalisierung schreitet zwar voran, doch nur noch gemächlich. Zu diesem Schluss kommt die neueste Ausgabe des Globalisierungsindex der Konjunkturforschungsstelle Kof der ETH. Seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 hat sich das Tempo der Globalisierung deutlich verringert. Der Globalisierungsindex basiert auf 42 Indikatoren. Sie umfassen etwa Güter- und Dienstleistungsströme, Zölle, Steuern und Handelsbeschränkungen, daneben auch Tourismusvolumen, die Migration usw. Die Schweiz steht mit 92,2 Punkten (von 100 möglichen; Daten von 2017) an der Spitze der Globalisierungsrangliste. Die vergleichsweise kleine Schweizer Volkswirtschaft ist über die Einbindung in den EU-Binnenmarkt sowie mit vielen bilateralen Freihandelsabkommen intensiv international vernetzt. Das spiegelt sich auch in aussergewöhnlich vielen hier ansässigen internationalen Konzernen. Es fällt auf, dass an der Spitze der Rangliste eher kleine, offene Volkswirtschaften stehen. Die Giganten wie die USA (Rang 23), Japan (37) oder China (80) folgen weiter hinten in der Rangliste. Am Schluss finden sich Länder wie Puerto Rico, Somalia und Eritrea. Zwischen Globalisierung und Wohlstand besteht offensichtlich ein Zusammenhang: Die am stärksten international vernetzten Volkswirtschaften zeichnen sich durch einen wesentlich höheren Wohlstand aus als die isolierten Länder.