Märkte / Anleihen

Junk-Bond-Krise spitzt sich zu

Die Unsicherheit am Markt für US-Hochzinsanleihen wächst. Die eingeschränkte Liquidität im Handel droht die Situation zu verschärfen.

 An den Finanzmärkten hat sich eine gefährliche Mischung zusammengebraut: Niedrige Ölnotierungen und hohe Schulden am Markt für Hochzinsanleihen drohen, das Finanzsystem in seinen Grundfesten zu erschüttern. Für den jüngsten Schock sorgten diese Woche Pleitegerüchte um Chesapeake Energy. Der zweitgrösste US-Gasförderer sitzt auf einem Schuldenberg von rund 10 Mrd. $.

Die wachsende Nervosität der Anleger spiegelt sich an den Kreditmärkten. Der Zinsaufschlag von Junk- oder High-Yield-Bonds gegenüber US-Staatsanleihen hat sich seit dem Einbruch des Ölpreises 2014 fast verdoppelt. Im Energiesektor liegen die Risikoprämien gar auf einem Rekordwert. «Der High-Yield-Markt ist ein Pulverfass, das früher oder später explodieren wird», warnte Investor Carl Icahn im Dezember.

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