Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Historische Währungsunionen
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Die k. u. k. Union kommt Euroland sehr nahe

Österreichisch-Ungarische Währungsunion: Sie war fast fünfzig Jahre in Kraft. Im Mittelpunkt steht der Kampf um die politische Unabhängigkeit der Notenbank.

Die Euro-Währungsunion ist einmalig. Zwar gibt es in der Geschichte immer wieder währungspolitische Zusammenschlüsse. Aber Vergleiche mit der aktuellen Eurozone hinken stets. Das gilt auch für die österreichisch-ungarische Währungsunion, die nach dem Zusammenbruch des Habsburger Kaiserreichs geschaffen wurde. Allerdings kommt sie, formal betrachtet, der heutigen Eurozone näher als andere Präzedenzfälle.

Denn sie ist die einzige, die nicht nur über eine einheitliche Währung, sondern auch eine gemeinsame Zentralbank verfügt. Die Lateinische Münzunion und die Skandinavische Währungsunion, die in den beiden vorangegangenen Folgen dieser FuW-Serie beschrieben wurden, waren nicht so weit integriert. Jedes Teilnehmerland verfügte weiterhin über eine eigene, voll funktionsfähige Notenbank.

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