Märkte / Makro

Die Katastrophe ist vorerst abgewendet

Das Fed pumpt wieder viel Liquidität in das Finanzsystem.

Es ist also zur Jahreswende doch nicht zum Börsencrash gekommen. Einige Experten, die genau dies vorhersagten, werden womöglich enttäuscht sein. Doch der US-Geldmarkt hat funktioniert, ohne dass es zu Liquiditätsengpässen gekommen ist. Geschäftsbanken und Hedge Funds gelangten an die benötigten Kurzfristkredite, um ihre Börsengeschäfte durchzuführen. Aber alles hat seinen Preis. Dieser Preis ist das Ende der geldpolitischen Normalisierung in den USA. Die Bilanz des Fed wächst wieder mit rasantem Tempo.

Die Liquidität im Finanzsystem wird von den Zentralbanken mit Repogeschäften (Rückkaufvereinbarungen) gesteuert. Auch die Schweizerische Nationalbank bedient sich dieses Instruments. Die jeweilige Notenbank führt dem System Liquidität zu, indem sie Finanzinstituten Wertschriften für einen befristeten Zeitraum (oft nur für einen Tag, «Overnight») abkauft. Die entsprechende Geschäftsbank erhält den Geldbetrag auf dem Girokonto bei der Zentralbank gutgeschrieben und kann darüber verfügen.

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