Märkte / Aktien

Die Kleinen kommen gross raus

Kleinkapitalisierte Unternehmen profitieren stärker vom zyklischen Aufschwung. Die Gewinnaussichten sprechen für eine anhaltende Outperformance.

Es scheint fast, als müsse der Dollar sämtliche schlechten Neuigkeiten alleine schultern. An allen anderen  US-Anlageklassen prallen Risiken wie die Pandemieentwicklung, die Patt-Situation im Kongress hinsichtlich weiterer fiskalischer Hilfen oder die Spannungen mit China ab. Am Montag durchbrach der Aktienindex S&P 500 inklusive Dividenden (total return) kurzzeitig das Allzeithoch vom Februar dieses Jahres. Korrekturphasen wie in dieser Woche werden meist schnell überwunden.

Doch die Flut an Kapital, die weiterhin die Börsen schwemmt, hat nicht alle Boote gleich stark angehoben. Die Aktien-Nebenwerte (Small Caps) wurden nicht erst mit Ausbruch der Krise eher gemieden als die Aktien der grosskapitalisierten Unternehmen (Large Caps). Der Russell 2000 bildet die Kursentwicklung der 2000 kleinsten, nach Marktkapitalisierung gewichteten, US-Unternehmen ab. Die relative Entwicklung dieses Index zum S&P 500 macht deutlich, wie sehr die Nebenwerte seit geraumer Zeit schwächeln und mit dem Einsetzen der Coronakrise im März noch deutlicher unter die Räder kamen. Seit dem Märztief ist allerdings eine Outperformance der kleinen Werte zu beobachten. Seit Anfang Juli hat sich die Aufholjagd akzentuiert und der Rückstand auf den S&P 500 ist unterdessen auf 10% geschrumpft. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.

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