Märkte / Makro

Die Konjunktur schwächelt erneut

Ökonomen rechnen derzeit damit, dass die neuen Lockdowns im Euroraum die Wirtschaftsleistung schrumpfen lassen.

Eigentlich ist es ungewöhnlich, dass sich die Europäische Zentralbank (EZB) so klar auf künftige Beschlüsse festlegt. Doch am Donnerstag tat EZB-Präsidentin Christine Lagarde genau das. Sie erklärte auf der Medienkonferenz nach der Sitzung, dass der EZB-Rat im Dezember «seine Instrumente gegebenenfalls neu kalibrieren» werde. Ziel sei es, die wirtschaftliche Erholung im Euroraum zu unterstützen und den negativen Auswirkungen der Pandemie entgegenzuwirken.

Dies sind für Währungshüter deutliche Worte. Lagarde machte klar, dass die EZB ein grosses Paket anstrebt. Zu eindeutig scheint es aktuell, dass die zweite Pandemiewelle die Wirtschaft belasten wird. Denn die beiden grössten Euro-Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich haben bereits beschlossen, teilweise in den Lockdown zu gehen. Dabei sind vor allem die Freizeitaktivitäten der Bevölkerung betroffen, auch um grosse Teile der Wirtschaft möglichst zu schonen. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?