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Die Krux mit der Aktienrisikoprämie

Mit Aktien und Anleihen ist es ähnlich wie mit Äpfeln und Birnen. Man kann sie zwar vergleichen. Einfach ist es aber nicht.

Martin Lüscher

Aktien oder Anleihen? Diese Frage stellen sich Anleger immer wieder. Vielleicht auch gerade jetzt, da Aktien schwächeln und Anleihen zumindest nominell teils eine attraktive Rendite liefern. Doch wie sollen Investoren diese zwei Anlageklassen vergleichen?

Das Rendite-Risiko-Profil von Aktien und Anleihen unterscheidet sich grundsätzlich. Während das Renditepotenzial von Aktien nach oben zumindest theoretisch unendlich ist, ist dasjenige von Anleihen aufgrund des fälligen Betrags begrenzt.

Nach unten ist das Risiko hingegen ähnlich: Bei Aktien wie bei Anleihen ist ein Totalausfall möglich. Im Fall des Bankrotts eines Unternehmens sind Eigentümer von Anleihen aber besser gestellt als die von Aktien. Aufgrund der Kapitalstruktur werden die Fremdkapitalgeber (Eigentümer von Anleihen) vor den Eigenkapitalgebern (Eigentümern von Aktien) entschädigt.

Die Aktienrisikoprämie als Vergleichsmittel

Mit Aktien gehen Anleger also ein höheres Risiko ein, im Guten wie im Schlechten. Dieses Aktienrisiko soll mit einer Prämie entschädigt werden. Während das Konzept der Aktienrisikoprämie simpel und einleuchtend ist, fehlt es leider an einer einheitlichen Definition.

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