New York und London sind die bedeutendsten Finanzplätze der Welt. Die asiatische Konkurrenz ist diesen etablierten Metropolen jedoch dicht auf den Fersen: Es folgen gleich darauf Hongkong, Singapur, Schanghai und Tokio, auf Rang neun dann Peking. Von den Top Ten liegen fünf Finanzplätze in Asien. Dies jedenfalls zeigt das kürzlich veröffentlichte Global Financial Ranking, das die Denkfabriken Z/Yen (London) und China Development Institute (Shenzhen) zum fünfundzwanzigsten Mal herausgegeben haben. Es misst die Wettbewerbsfähigkeit von hundertzwölf Finanzzentren nach hundertdreiunddreissig Faktoren. Die quantitativen Angaben stammen beispielsweise von der Weltbank, der OECD oder der Uno. Dazu kommen Befragungen. Am Schluss fliessen alle Daten in eine einzige Zahl, die den Rang bestimmt. Zürich ist auf Platz acht – einen Rang weiter vorn als in der letzten Erhebung –, und somit der Spitzenvertreter Kontinentaleuropas, ganz knapp vor Frankfurt. Bleibt abzuwarten, ob und in welchem Mass Zürich, Frankfurt, Paris (Rang siebenundzwanzig) oder Dublin (Rang achtunddreissig) vom Brexit profitieren werden. Noch ist es ja gar nicht klar, wie sehr die Londoner City unter dem Brexit tatsächlich zu leiden haben wird. Genf übrigens liegt auf Rang achtundzwanzig und damit tout juste hinter Paris; in Festlandeuropa ist Genf nach seinem Gewicht als Finanzzentrum auf Platz vier. Liechtenstein – Ausland zwar, aber in der Frankenzone – liegt auf Platz siebenundsiebzig der hundertzwölf analysierten Standorte.