Unternehmen / Technologie

Die Lust am Spiel der anderen

Die Ausstrahlungen von Videospielen boomen in der Pandemie. Für Firmen wie Gamer ist das ein lukratives Geschäft.

Dieses Spiel hat Microsoft verloren. Nach wenigen Jahren hat der Softwarekonzern diesen Sommer seine Plattform für das Ausstrahlen von Videospielen an Facebook verkauft. Plattform für was? Nicht nur Spiele für Computer und Konsolen sind ein Milliardengeschäft. Gamer zahlen auch dafür, anderen beim Spielen zuzuschauen. So holen sie sich Tipps – oder lassen sich unterhalten. Statt ein Fussballspiel schauen sie eben eine Verfolgungsjagd oder anderen beim Bauen zu. Champion im Segment ist Amazon dank dem Zukauf von Twitch.

«Die Bedeutung der Plattformen im Bereich Online-Gaming nimmt rasant zu», erklärt Adrian Daniel, Fondsmanager bei MainFirst. Die Kernkundschaft im Netz – jung, männlich, mit guter Verdienstperspektive – reize die Internetkonzerne. Vergangenes Jahr belief sich der Anteil von Amazon im Markt für Video-Game-Streaming auf 61%, sechseinhalb Prozentpunkte weniger als im Jahr zuvor – aber immer noch mit souveränem Abstand zur Nummer zwei. YouTube, die Videoplattform der Google-Mutter Alphabet, erreicht einen unveränderten Marktanteil von 27,9%. Grosser Gewinner im vergangenen Jahr war Facebook Gaming mit 8,5%Durch Übernahme der Plattform Mixer von Microsoft für eine nicht genannte Summe hat sich das weltweit grösste soziale Netz auch die 2,6% des kleinsten Rivalen sichern können. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?