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«Die Märkte schaffen keine Stabilität»

Geldpolitikexperte Miles Kimball fordert tiefere Negativzinsen und will dabei Kleinanleger subventionieren. Ein Staatsfonds soll die Wirtschaft stützen.

Die EZB muss sich überlegen, wie sie die Zinsen weiter unter null bringen kann – das meint der in Colorado lehrende US-Ökonom Miles Kimball. Der Vordenker der Negativzinsen bekräftigt im Interview mit «Finanz und Wirtschaft», dass ein Staatsfonds (Sovereign Wealth Fund) auch für Volkswirtschaften positiv wäre, die nicht Rohstoffexporteure sind. Ein solcher Fonds könnte gar mit der Ausgabe von Staatsanleihen finanziert werden.

Professor Kimball, das Fed hat die Zinserhöhungspläne ausgesetzt. Was halten Sie von der aktuellen Politik der Zentralbanken?
Die Zentralbanken sorgen sich um das derzeitige Umfeld. Der Straffungszyklus scheint zu Ende zu gehen. Es geht um ein Gleichgewicht der Risiken. Aus politischer Sicht ist es für das Fed und andere Notenbanken jetzt wohl einfacher, die Zinsen unverändert zu halten oder zu senken, statt sie zu erhöhen.

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