Märkte / Kunstmarkt

Die Millennials entdecken den Kunstmarkt für sich

Onlineverkäufe blieben im ersten Halbjahr weiter das Mass aller Dinge.

In der ersten Jahreshälfte 2021 wurden Kunstwerke zum überwiegenden Teil online gekauft – vor allem die grösseren und richtig teuren Werke haben den Markt angetrieben. Etwas überraschend: Die Generation der Millennials, der heute 25- bis 40-jährigen, ist in den Kunstmarkt eingestiegen. Sie kauft hochpreisig, mehrheitlich online und ist auch weniger an traditionellen Medien interessiert, wie eine aktuelle Studie der Art Basel und der UBS belegt. Bei den befragten jungen Sammlern machen die Kunstwerke im Schnitt 23% des Vermögens aus.

Keine weltweite Erholung

Am weltweiten Kunstmarkt hat die Erholung vom Coronajahr pauschal noch nicht so richtig eingesetzt. Mehr gekauft wurde jedenfalls auf globaler Ebene in der ersten Jahreshälfte nicht. Die stärkste Erholung gab es in China, wo der Markt im Vergleich zum Vorjahr um 18% anzog, auch in den USA gab es ein Plus von 15%. In Europa nahmen die Verkäufe bei den Kunsthändlern unterdessen um 7% ab, mit dem grössten Rückgang in Deutschland und Frankreich. Auch im Vereinigten Königreich, dem mit Abstand wichtigsten Kunstmarkt in Europa, wurde in Summe um 3% weniger verkauft als im ersten Halbjahr 2020. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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