Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Anlagestrategien
Märkte / Aktien

Die Mischung macht’s

Faktorinvestoren kombinieren verschiedene Anlagestile. Dabei sollten sie sich nicht zu sehr verzetteln. Sonst resultiert mit viel Aufwand die Indexrendite. 

Thorsten Hens

Bei einem Besuch in Paris begeistern uns die grossartigen Meisterwerke von Botticelli, Van Dijk, Rubens, Monet oder Van Gogh. Die Formen und Farben der jeweiligen Epoche sind einzigartig. Nüchtern betrachtet, hat uns aber Isaac Newton schon gezeigt, dass jede noch so schöne Farbe eine Kombination der drei Grundfarben Rot, Blau und Gelb ist. Diese Erkenntnis gilt auch beim Investieren.

Im US-Aktienindex S&P 500 gibt es 500 Aktien. Deshalb könnte man meinen, dass es 500 einzelne Faktoren gibt, die die Renditen der 500 Aktien bestimmen, da jedes Unternehmen ein einzigartiges Geschäftsmodell, einen besonderen Chef und vielfältige Mitarbeiter hat. Berechnet man jedoch die Varianz-Kovarianz-Matrix der Renditen aller Gesellschaften im S&P 500, so stellt man fest, dass schon sechs bis acht Dimensionen ausreichen, um die Schwankungen der Renditen aller 500 Firmen sehr gut zu beschreiben. Man kann also die 500 Renditen der Titel im S&P 500 mit nur sechs bis acht Faktoren nachbauen. Somit kann auch jedes Portfolio, das auf den 500 Valoren des S&P 500 basiert, mit einem geeignet gewählten Portfolio aus sechs bis acht Faktoren so nachgebildet werden, dass man die gleichen Rendite-Risiko-Eigenschaften hat.

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