Märkte / Makro

Die nächste Krise der Eurozone

Das Deflationsgespenst steigt aus den Trümmern der Schuldenkrise. Die Sanierung von Banken und Staaten treibt den Preiszerfall weiter, die Wachstumsaussichten bleiben trüb.

Rund fünf Jahre ist es her, dass die Finanzkrise ausgebrochen ist. Seit bald drei Jahren hält die Schulden- oder Eurokrise die Welt in Atem. Was kommt als Nächstes? Viel deutet darauf hin: die nächste Krise. Eine, die leiser fortschreitet als reihenweise kollabierende Grossbanken, aber nicht weniger zerstörerisch wirkt. Die Implosion kommt in Zeitlupe.

So, wie die Finanzkrise über die Sanierung der Bankbilanzen zum Auslöser für die Staatsschuldenkrise wurde, sind sie beide wieder die Saat für das, was sich an neuem Ungemach über der Eurozone zusammenbraut: Die Teuerungszahlen vom Donnerstag lassen befürchten, dass die Eurozone in den Sog einer deflationären  Dynamik mit einem generellen Preis­zerfall geraten ist. Die Europäische Zentralbank (EZB) scheint die Gefahr zu unterschätzen, obwohl gerade sie für die Stabilität der Preise verantwortlich ist – auch nach unten.

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