Unternehmen / Industrie

Die neuen Leiden des Automobilsektors

Konjunktursorgen und weitere Lieferkettenprobleme dämpfen die Hoffnung der Hersteller und der Zulieferer auf eine deutliche Produktionssteigerung.

Erneut hängen über dem Automobilsektor dunkle Wolken, besonders in Europa. Der Blick auf die Kurse offenbart Ernüchterndes. Trotz Erholungstendenzen seit der zweiten Märzwoche ist der Aderlass seit Jahresbeginn beachtlich, beträgt zwischen 7% für Mercedes-Benz Group, wie die Aktien Daimler nach der Abspaltung von Daimler Trucks nun heissen, und 25% für Renault. Im Zulieferersegment sieht es nicht besser aus, im Gegenteil (vgl. Grafik 1).

Im Vergleich mit anderen europäischen Branchenindizes zählt der Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts zu den schlechtesten. Dabei fällt auf, dass der ganze Jahresverlust seit dem 24. Februar entstanden ist, jenem Tag, als der Kremlherr in die Barbarei zurückfiel (vgl. Grafik 2). Innerhalb des Automobilsektors bilden hoch bewertete Einzelerscheinungen eine Ausnahme. Sie erlebten das Gros der Korrektur schon früher, weil da primär die Zinsangst wirkte. So gesehen ist Ems-Chemie der Ferrari unter den Zulieferern.

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