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«Warum haben Sie die Krise nicht kommen sehen?», fragte die britische Königin Elizabeth bekannte Ökonomen im Jahr 2008. Vor allem die Makroökonomie sieht sich seither scharfer Kritik ausgesetzt, sowohl aus dem eigenen Lager als auch von aussen. Sie übersehe das Wesentliche. Stimmt das?

 Wie funktioniert die Wirtschaft wirklich? Seit der Finanzkrise treibt Ökonomen die Furcht um, die Wirklichkeit nicht mehr richtig zu verstehen. Von einer Krise ist die Rede, in der sich die Wissenschaft befindet: Seit drei Jahrzehnten entwickle sie sich rückwärts, schreibt Paul Romer diesen September, bevor er seine Tätigkeit als Chefökonom und Vizechef der Weltbank antritt. Das Urteil ist hart, auch deshalb, weil acht Jahre vergangen sind, seit Nobelpreisträger Paul Krugman die Zunft mit Kritik überhäuft hatte. Damals, unter dem unmittelbaren Eindruck des Hypotheken- und Bankencrashs, warf er ihr vor, lange an der Realität vorbei geforscht zu haben. Man habe analytische Schönheit, verpackt in beeindruckende mathematische Formeln, mit der Wahrheit verwechselt.

Verlässt man sich auf diese Urteile, dann gute Nacht! Die Wirtschaftswissenschaften stehen vor einer Vielzahl praktischer und theoretischer Herausforderungen: Minuszinsen, Schuldenberge, Finanzmarktrisiken, Produktivitätsrückgang und die Enttäuschung über die Globalisierung sind nur einige davon, auf die sie überzeugende Antworten finden muss. So schlecht wie sie aufgestellt ist, ist sie dafür nicht bereit. Schaut man sich jedoch in der Branche um, dann zeigt sich die Ökonomie in einem ganz anderen Zustand. Es herrscht Aufbruchstimmung.

«Wir befinden uns in einer kreativen Phase, ein absolutes Wachstumsgebiet», sagt Volker Wieland, Professor an der Universität Frankfurt und Mitglied des Deutschen Sachverständigenrats. In den letzten Jahren sei sehr viel geschehen.

Grosse Rezession statt grosse Moderation

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