Märkte / Rohstoffe

Die Opec kennt keine Gnade

Die Knappheit an Öl hat schon vor dem Ukrainekrieg begonnen. Der Preisanstieg könnte übertrieben sein – besonders wenn die Konjunktur einbricht.

Die Opec kennt kein Erbarmen mit leidgeplagten Autofahrern und Transportfirmen. Am Donnerstag haben das Ölkartell und seine Partnerländer wie etwa Russland, zusammen die Opec+, beschlossen, die Förderung nur um die bereits zuvor geplanten 432’000 Fass pro Tag im Mai auszuweiten. Damit werden die Konsumländer brüskiert, die wegen der hohen Ölpreise schon lange eine schneller wachsende Produktion anmahnen. Auch die Forderung, Russland aus der Ländergruppe auszuschliessen, haben die Förderländer abgelehnt.

Der Ölpreis ist grossen Schwankungen unterworfen (vgl. Grafik 1). Ein Fass der Sorte Brent kostet mit 108 $ je Fass wieder etwas weniger als Anfang Woche, trotz der erwarteten Opec-Entscheidung. Grund für die sinkenden Preise ist die Ankündigung der US-Regierung, ein Drittel der strategischen Ölreserven auf den Markt zu werfen – 180 Mio. Fass, für sechs Monate jeden Tag 1 Mio. Fass. So massiv wurde die Reserve noch nie angezapft.

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