Unternehmen / Ausland

Die Preise können nicht ewig steigen

Die Lebensmittelhersteller haben ihre Preise kräftig erhöht. Nun gibt der Detailhandel Gegensteuer.

Der Applaus war gross. Das jüngste Quartalsresultat von Nestlé kam sehr gut an im Finanzmarkt. Besonders gefiel das immer noch robuste Volumenwachstum trotz historisch hohem Preissprung. Das organische Wachstum von 7,6% lag weit über den Analystenerwartungen und dem konzerneigenen Jahresziel. Die Voraussetzung ist gut, dass der Lebensmittelmulti im laufenden Jahr seine operative Gewinnmarge leicht wird ausbauen können.

Andernorts ist die Freude weniger gross. Deutschlands grösster Lebensmittelhändler Edeka hat letzte Woche verlauten lassen, einige Industriekonzerne würden versuchen, auf der Welle steigender Konsumentenpreise mitzureiten, «um ihre Renditen mit überhöhten Preisforderungen zu maximieren». Das wolle Edeka nicht akzeptieren, denn «Lebensmittel dürfen nicht zum Luxusgut werden».

Rekordhohe Inflation

Solche Töne zwischen Händlern und Produzenten sind nicht neu. Vor allem in Europa, wo inflationäre Tendenzen weniger stark verbreitet sind und das Verständnis für die Preisweitergabe häufiger fehlt als etwa in Süd- oder Nordamerika. Preisverhandlungen finden hier höchstens zwei Mal im Jahr statt.

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