Märkte / Makro

Die Rache der Kleinanleger

Koordinierte Spekulationen bringen den Privatanlegern neue Marktmacht. Doch sie könnten Vorgeschmack einer Preisblase sein.

Die professionellen Investoren der Wallstreet scheinen einen neuen, überraschenden Gegner zu haben: den Kleinanleger, der sich über soziale Medien organisiert und – gemäss Vorurteil – mithilfe der Stimulusschecks der US-Regierung wild spekuliert. Hedge Funds, die auf fallende Kurse einzelner Titel wie des Videospielhändlers GameStop setzten, haben so Milliarden an Dollar verloren.

Immer mehr US-Investoren folgen für ihre Anlageentscheidungen dem Internet. Die Mitgliederzahl auf dem Forum «WallStreetBets» auf der Webseite Reddit hat sich den vergangenen Tagen auf knapp 6 Mio. Nutzer vervielfacht. Und nun nehmen die organisierten Kleinanleger den Silbermarkt aufs Korn.

Appetit auf Aktienrisiko

Der Risikoappetit an den Märkten ist so gross wie seit dem Jahr 2017 nicht mehr. Das zeigt ein Indikator der Bank Goldman Sachs. Das verheisst nichts Gutes für die künftige Performance. So argumentieren die Analysten der Citibank, dass eine solch ausgeprägte Euphorie an den Finanzmärkten aus historischer Erfahrung in den folgenden zwölf Monaten eine deutlich negative Performance im US-Leitindex S&P 500 zur Folge hatte. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

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Andreas Ochsenbein 30.01.2021 - 13:51
Mir kommt es vor, als sei nicht alles schlüssig, ‘tschuldigung. Ein Beispiel: Man kann Aktien bestens oder mit limited order kaufen. Ebenso gut und ohne zusätzliches Risiko kann man aber einen Call schreiben zu einem Preis, den man für die Aktien zu bezahlen bereit ist. Wird dieser Preis nicht erreicht, so hat man die Prämie und kann einen weiteren Call… Weiterlesen »