Märkte / Devisen

Die robuste Schweizer Wirtschaft stärkt den Franken

Um die Aufwertung zu bremsen, kauft die SNB Devisen. Unterstützung bekommt sie vom EU-Wiederaufbaufonds, doch der Druck auf den Franken bleibt.

«Die gute Krisenresistenz der Schweizer Wirtschaft hat den Franken gestärkt», sagt Claudio Wewel, Devisenstratege der Bank J. Safra Sarasin. Das Bruttoinlandprodukt sei während der Coronakrise deutlich weniger geschrumpft als in den anderen europäischen Ländern. Auch ist der Einbruch nun über das Jahr gesehen weniger heftig als ursprünglich befürchtet. Im Juni hatte das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco prognostiziert, das BIP schrumpfe heuer 6,2%. Im September waren es «etwa 5%», und am Montag revidierte das Seco die BIP-Abnahme 2020 auf 3,8%.

Hauptursache des BIP-Rückgangs waren zwar die privaten Konsumausgaben, die stark abnahmen. Der Detailhandel zeige sich indes «erstaunlich robust», kommentiert Raiffeisen-Ökonom Alexander Koch. Ein guter Teil der ausgefallenen Einkäufe sei rasch nachgeholt worden. Die hiesige Wirtschaft steht gemäss Wewel mit Blick auf die Nachbarländer auch deshalb relativ gut da, weil die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie milder gewesen seien. «Der Zusammenhang lässt sich recht klar anhand von Google-Mobilitätsdaten ablesen – die Korrelation zum Wirtschaftswachstum ist hoch.» Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.