Unternehmen / Ausland

Die Ruhe vor dem Amazon-Sturm

Gebannt blicken Onlineapotheken in die USA, wo der Internethändler rezeptpflichtige Medikamente verkaufen will.

Der Ende Juni angekündigte Einstieg des Internetkonzerns Amazon in den Handel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten wirbelt die Branche auf. Grosse amerikanische Apothekenketten wie Walgreens und CVS gerieten an der Börse unter Druck, nachdem Amazon den Kauf des kleinen US-Versandhändlers PillPack angekündigt hatte. In Europa beflügelte die Meldung dagegen Aktien von Onlineapotheken wie der Schweizer Zur Rose. Ihre Tochter DocMorris beherrscht zusammen mit Shop Apotheke den deutschen Versandmarkt, der am ehesten für den Einstieg in Europa in Frage kommen würde.

Im Nachbarland äussern sich Apothekenvertreter besorgt, denn gerade der Markt für den Onlinehandel mit rezeptpflichtigen Medikamenten gilt dort noch als wenig durchdrungen. So kommt das Segment in der Schweiz oder den USA auf jeweils rund 10%. In Deutschland liegt der Anteil nur zwischen 1 und 2%. Doch noch ist an den Einstieg des US-Konzerns in Europa nicht zu denken, auch weil der Erfolg in den USA unsicher und das regulatorische Umfeld in Europa schwieriger ist.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare